Ein Jahr auf dem Bauernhof: FÖJ mit allen Sinnen erleben

Ein Einblick in den vielseitigen & bunten Alltag auf dem Sonnenhof

 

Das ist Toni.

Momentan steckt sie mitten in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr auf dem schönen Sonnenhof in Bad Boll.
Dort gleicht kein Tag dem anderen. Ob in der Käserei, im Hofladen, im Stall oder draußen auf dem Feld: Durch ihr FÖJ lernt Toni täglich etwas Neues dazu.

Eventuell überlegst du dir gerade auch ein FÖJ auf einem Hof anzutreten oder fragst dich, was man dort in einem Jahr alles erleben kann? Kein Problem! Toni hat vor Ort für uns ein paar Fotos geschossen und will dir gerne einmal berichten, was ihr dort täglich so begenet. Los geht's!

Im Hofladen

"Früh morgens um 06:30 Uhr fangen wir an, das Gemüse in den Laden zu räumen, Milchprodukte aufzufüllen und Lieferungen auszupacken. Das Wichtigste dabei: Probieren! Man muss ja wissen, was man den Kund*innen verkauft. Wir füllen die Käsetheke nochmal auf, wischen einmal durch und um circa 08:15 Uhr geht es dann zum Frühstück. Danach macht der Hofladen auch schon um 09:00 Uhr auf und man bedient Kund*innen an der Käse- und Brottheke, beantwortet Fragen am Telefon und an der Theke und füllt die Regale auf. Die Stimmung im Team ist super entspannt, es macht einfach Spaß, immer mehr zu lernen und es dann zu können."

Stallarbeit & Tierpflege

"In der Landwirtschaftszeit kann man morgens und abends im Stall eingeteilt werden. Dort muss man erstmal seine Autorität den Kühen gegenüber beweisen. Ab 06:30 Uhr gilt: Alle Kühe außer den Kälbermüttern und Ammen müssen raus zum Melken. Wenn das dann geklappt hat, kommen die kleinen Kälber, trinken sich erstmal satt und toben dann herum. Beim Einstreuen, also wenn die Liegefläche mit neuem Stroh bedeckt wird, springen sie alle herum vor allem wenn Stroh von der Decke „schneit“. Das ist meist so circa um 07:00 Uhr. Nach und nach kommen die gemolkenen Kühe zurück um zu fressen. Dann heißt es anfüttern, Kälber wieder zurück in ihren Schlupf treiben und manchmal noch beim Melken helfen bis es dann 08:30 Uhr ist und wir zusammen in der WG frühstücken."

In der Käserei

"Eine andere Aufgabe von uns dreien ist es, jeden Dienstag ab 06:30 Uhr Frischkäse in der Käserei zu mischen. Um überhaupt dort arbeiten zu dürfen, muss man sich immer komplett in Käsereiklamotten umziehen. Frischkäse mischen heißt, man wiegt alle Zutaten samt Rohfrischkäse ab, rührt sie zu einer möglichst homogene Masse, füllt sie in die kleinen Behälter und etikettiert sie. Ich war außerdem schon bei einer „Käseumlagerung“ dabei. Das heißt, dass wir einen Schiebewagen mit vielen Käselaibern beladen haben, den Käse einmal über den Hof geschoben und in einen anderen Lagerraum gebracht haben. Außerdem kann man hinter die Kulissen der Käseherstellung schauen und wie die Käse gelagert und gepflegt werden müssen."

In der Bäckerei

"In der Backstube fangen wir morgens früh um 06:30 Uhr an, das Brot in den Laden zu bringen. Dann mache ich eine riesige Schüssel mit Pizzateig, den ich dann in Soho-Taler (auch als Partysonnen bekannt), Baguette und Ciabatta verwandle. Zwischendurch wird immer wieder gefegt, gespült und natürlich gequatscht. Meistens rolle ich danach, so um 10:20 Uhr, 8 bis 10 große Kuchenbleche aus, die dann am Folgetag fertig gebacken werden. Das Schwierige in der Backstube ist auf jeden Fall, nicht immer Hunger zu bekommen wenn es nach frisch gebackenem Brot riecht."

Die Donnerstagküche

"Wir essen jeden Mittag ab 13:00 Uhr alle zusammen auf dem Hof - meistens mit etwa 20 bis 25 Menschen. Donnerstags ist es die Aufgabe der FÖJler*innen für alle zu kochen. Wir mussten daher recht schnell lernen, für so viele Leute die richtige Menge zu kalkulieren, spontan zu reagieren, wenn es doch mal nicht gereicht hat und Rezepte zu erfinden, wenn es mal zu viel von einer Gemüsesorte gibt. Es macht aber total viel Spaß und ist eine tolle Erfahrung mal 3 kg Nudeln oder 2 kg Reis zu kochen."

Alles rund ums Gemüse

"Wenn wir in der Landwirtschaft, aber nicht im Stall sind, dann hackt, jätet, erntet und putzt man von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Gemüse. Natürlich nicht immer so lange. Man erlebt aber tatsächlich die Tages- und Jahreszeiten besonders stark, vor allem wenn es jetzt langsam Winter wird. Außerdem packen wir eigene Gemüsekisten, die unsere Kund*innen bestellen konnten, mit unserem Gemüse. Dabei ist Lauch, Kürbis, Äpfel, Kohlrabi, Rote Beete und viel mehr. Eine Woche im September haben wir die ganze Zeit Kartoffeln gerodelt. Das heißt man steht ab 09:00 Uhr zu dritt oder viert auf dem Vollroder und versucht alle Erdklumpen von den Kartoffeln auf dem Fließband vor einem zu sortieren. Das war super interessant und intensiv. Man träumt sogar davon…"

Fazit: Auf einem Bauernhof ist kein Tag wie der andere! Das FÖJ steckt voller abwechslungsreicher Aufgaben & bunter Erfahrungen!

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